Für Kinder greife ich gerne auf Ausdrucksmöglichkeiten wie: Singen, klatschen und Bewegung. Dadurch wird der Zugang zur Musik und zum Instrument in spielerischer Weise gefördert. Das Produzieren von Geräuschen, Klängen und Tönen weckt die eigene kreative Vorstellungs- und Gestaltungskraft und lassen ein Ausprobieren ohne Angst zu. Die Grundlagen der Spieltechnik werden so mit viel Humor und Phantasie erfahren und bereiten den Boden, auf dem das Lernen eine Freude ist! Wichtig ist mir, dass das Kind auf jeder Stufe Lernerfolge erleben kann, die es mit der Zeit auch zum selbständigen Üben zu Hause motivieren.
Dieser Grundsatz begleitet meine Unterrichtstätigkeit seit vielen Jahren. Es entsteht zwischen Lehrendem und Lernendem ein selbstverständliches Geben und Nehmen, das für beide Seiten inspirierend ist. Es gibt immer wieder begeisternde Momente, die mir zeigen, dass der Weg das Ziel ist. William Pleeth, ebenfalls einer der hervorragendsten Cellisten des 20. Jahrhunderts und Lehrer von Jaqueline du Pré, sagte einmal: „Gott behüte, dass ich versuchen sollte, schwarz auf weiss zu erklären, was ich meine – es geht nur suggestiv von Mensch zu Mensch, ob der Weg nun übers Körperliche oder Geistig- Seelische führt.“ Das Lernen des Cellos kann auch im Erwachsenenalter noch zu einer sehr bereichernden Erfahrung werden, da wir als Lernende zu einer ganz neuen Selbstwahrnehmung kommen können, die uns sonst vielleicht verschlossen geblieben wäre. Die Musik öffnet uns das Tor zur Innenwelt, denn durch sie werden wir immer als ganzer Menschen angesprochen.